11-03-2009 - 07-04-2009
Anreise und Thailand
2200km mit dem Reiserennrad durch Südostasien

11.03.2009 - Wien
Nach der letztjährigen Marokko MTB Tour wird dieses Jahr mittels Rennrad Indochina erkundet. Diesmal sind wir nur zu zweit unterwegs. Gerold wird mich begleiten.

Unsere geplante Route führt uns von Bangkok aus direkt nach Kambodscha. Weiter über Siem Reap und Stoeng Treng zu Grenze nach Laos, und dann so weit es geht in den Norden hinauf. Geplanter Endpunkt ist Chiang Mai in Thailand.

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In wie weit diese Planung einzuhalten ist wird man sehen - und wer weiß, vielleicht habe ich auch vom Radfahren genug und lege mich ein paar Wochen an einen der kilometerlangen Sandstrände... - ich kann förmlich sehen wie es Gerold kalt den Rücken hinunterläuft...

Heute Abend geht es per Auto Richtung München, von wo wir morgen dann über Düsseldorf nach Bangkok fliegen.
So es die technischen Gegebenheiten zulassen - glaube aber nicht das dies ein wirkliches Problem werden wird - werde ich diesen Blog mit kurzen Berichten updaten.

Stay tuned!

12.03.2009 - Muenchen / Duesseldorf - Bangkok
Zum vergrössern klicken. Nach der Nächtigung in einer kleinen Pension nahe dem Münchner Flughafen, ging es weiter zum Gaestehaus Huber wo wir das Auto stehen lassen, und zum Flughafen gebracht werden.
Vorher noch die Räder in die mitgebrachten Kartons verpackt, und noch kurz einen Abstecher nach Erding um mir Trinkflaschen zu kaufen - meine habe ich zu Hause vergessen...
Der Flieger nach Düsseldorf startet pünktlich. Die knappen 4 Stunden wartezeit am Düsseldorfer Flughafen werden mit lesen des Reiseführers und verkosten von Landestypischen Spezialitäten - Gerold (lädschertes Baguett gefüllt mit Hühnchen süss - sauer) - verbracht.

Der Flug nach Bangkok verlauft reibungslos. Leider finde ich in dem engen Sitz keine wirklich geeignete Schlafposition, und so wird dies eine schlaflose Nacht. Der kurze Dämmerungschlaf wird von Babygeschrei und Husterei rings um mich unterbrochen.
Um 03:50 Mitteleuropäische Zeit = 09:50 Thailand landen wir.

13.03.2009 - Bangkok - Chechoenssao 95km 90 Hm
Nach dem zusammenbau unserer Räder - die die Reise unbeschadet überstanden haben, und des ersten Geldwechsels geht es auf nach Bangkok Stadt um in der Laotischen Botschaft das Visum zu beantragen.
Im Strassenverkehr in Bangkok gibt es nur eine Regel - es gibt keine Regeln.
Also entweder sich der chaotischen Fahrweise anpassen, oder zu Hause bleiben. Wir passen uns an und finden dank GPS die vom Flughafen etwa 26km weit erntfernte Botschaft ohne gröbere Probleme.

Einzig die schwülheissen 37 Grad lassen den Puls hochklettern.
Gerold gibt die Anträge ab, ich passe auf die Räder auf. Sogleich werde ich angesprochen von wo ich den komme, wo ich denn hin will etc. - Diese Szene wiederholt sich hier ständig.
Auf unseren Rennrädern in den bunten Dressen sind wir hier die Exoten, und nicht umgekehrt.

Die etwa einständige Wartezeit vertreiben wir uns mit unserer ersten Mahlzeit vom Strassenstand.

Es gibt einen Green Papayasalat mit Sprossen, Limetten und Erdnuessen - äusserst schmackhaft, wenngleich doch auch ein wenig spicy.

Wir beschliessen Bangkok so schnell als möglich den Rücken zu kehren und fahren wieder am Flughafen vorbei Richtung Chechoenssao, wo wir uns das erste Quartier suchen.

Zum Abendessen gibt es Fried Rice mit Hühnchen, das aufs Zimmer serviert wird. Mit einem Thailändischen "Chang" Bier geht der erste Tag zu ende.

14.03.2009 - Chechoenssao - Khao Yai Nationalpark 137km 1020 Hm
Um 06:00 Uhr ist hier alles schon auf den Beinen. - Verständlich da es hier schon so gegen 18:00 dunkel wird.
Frühstück besorgen wir uns in einem kleinen Laden. Es gibt Kekse und Getränke.
Über die Strasse 304 und 319 geht es flach nach Prahn Buri. Der Wind meint es nicht gut und kommt stark von vorne.
Das Mittagessen nehmen wir in einer Suppenküche ein. Gerold isst alles was ihm vorgesetzt wird, ich bin da etwas heikler. Zum vergrössern klicken. Es schmeckt zwar gut, nur die gekochte Leber und andere undefinierbare Dinge von gummiartiger Konsistenz mit teilweise fischigem Geschmack sind nicht so ganz meins. Also versuche ich mich im bestellen von Reis und/oder Nudeln. War ein netter Versuch, aber ich ernte nur Gelächter ob meiner nicht vorhanden Sprachkentnisse - von meiner Aussprache ganz zu schweigen - das ist eine wissenschft für sich.

Wir bekommen als zweiten gang auch wieder so einen Eintopf, aber wenigstens sind da diesmal ein paar Reisnudeln mit dabei.

Weiter geht es in den Khao Yai Nationalpark. Schnell die 200 Bht pP Eintritt bezahlt und schon geht es nur noch bergauf durch eine kleine Strasse durch den Dschungel.
Nach etwa 10 km ist ein Wasserfall angeschrieben - den schauen wir uns natürlich an. Der etwa 1km lange Fussmarsch durch den Dschungel ist angenehm da es hier nicht ganz so heiss ist. Der Wasserfall erweist sich als ganz annehmbar - nur ein wenig mehr Wasser währe nett gewesen...

Weiter geht es den Berg hinauf. Schoen langsam wird es dämmrig. Da weder Gerold noch ich die Nacht im Dschungel verbringen wollen, wird es Zeit eine entscheidung zu treffen. Weiterfahren oder umdrehen. Aus unserer Karte ist nicht ersichtlich wie weit der weg - zu dem im Reisefuehrer erwähnten Hotel - mitten im Nationalpark noch ist.
Also halten wir ein paar Autos auf und fragen. Von 2 über 5 bis zu 15 km bekommen wir als Antwort - ok, hätten wir lieber nicht fragen sollen... Also weiter. Schlussendlich waren es dann etwas über 5km. Beim Hotel angekommen erweist sich das als ausgbucht.
Das einzige was es sonst noch gibt ist ein Campingplatz. Jeder der mich kennt weiss wie sehr ich Camping mag - aber was solls. Also auf dorthin - sind nur etwa 3km. Gerold erledigt die formalitäten, ich plaudere wieder einmal mit ein paar interessierten Thais - auf englisch versteht sich... Unter Fachmännischer Anleitung von Gerold wird das Zelt aufgebaut - gibt es dort zum ausborgen.

Gerade noch eine Portion Reis mit Geschnetzeltem Schweinefleisch und frittiertem Ei ergattert, und ab in die kuschelige Höhle.

Die Nacht war härter als die im Flugzeug...

15.03.2009 - Khao Yai Nationalpark - Sa Kaio 131km 314 Hm
Gerädert um 06:00 aus dem Zelt gekrochen, machen wir uns über die kleinen, verpackten Kuchenvorräte her die der Imbiss anzubieten hat. Als alternative hätte es das gestrige Abendessen gegeben.

Ein Pole leistet uns Gesellschaft und plaudert unentwegt über seine Fernreisen.
Zelt abgebaut und um 08:00 geht es los. Weit kommen wir nicht - Gerold hat auf einer kleinen Abfahrt bei km 4 einen Reifendefekt
Beim Schlauchwechseln bemerken wir das sich der neue Drahtreifen aufgelöst hat, und der blanke Draht herausschaut.
Gut das ich Gerold "überredet" habe einen Ersatzmantel mitzunehmen.

Zum vergrössern klicken. Nach dem wir den Nationalpark verlassen haben wird es wieder flach. Heute herrschen wieder Temperaturen bis 39 Grad. - Mein Kreislauf bekommt leichte Probleme.
In Kabin Buri bin ich daran das Restaurant für das Mittagessen auszusuchen und so bemühe ich den Garmin.
Der sucht mir ein gemütliches Lokal mit gutem Essen an einem kleinen See aus. In dem See werden Welse gezüchtet - die grössten die ich je gesehen habe.



Die Pause hat mir gut getan und so geht es weiter bis nach Sa Kaeo. In einem - auch für meine Begriffe - luxoriösem Hotel eingeheckt (750 Baht).
Gerold verbringt den halben Abend mit der suche nach einer Wäscherei - ich habe selbst gewaschen.
Dafuer setzt er sich ein einen der zahlreich vertretenen Friseurläden die alle gut besucht sind.
So muss er gut eine Stunde warten bis er, den Haarschnitt seine Lebens bekommt. So akkurat und penibel habe ich selten einen Friseur Haare schneiden gesehen.
Ich vertreibe mir die Wartezeit und schlendere durch die kleinen Gassen des Marktes.
Zu Abend gegessen wird wieder auf der Strasse. Diesmal ist das Essen auch für empfindliche Falang-Mägen geeignet.

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