29-03-2008
1200km Marokko MTB Tour
Tag 1 - Marrakesch Flughafen - Hotel "Gallia"



Der Flughafen Marrakesch ist nicht gerade das moderne Aushängeschild Marokkos - eine neue Halle ist aber in Bau. Während des Fußmarsches über das Rollfeld erheitert uns ein Drogenhund, der das gerade einzuladende Gepäck eines abfliegenden Flugszeuges beschnüffeln soll und einen einzeln stehenden Koffer anpinkelt - willkommen in Afrika.

Ein paar von Michl mitgebrachte Werbegeschenke (Halsbänder mit Clip daran) erbettelt sich schon das Reinigungspersonal am Flughafen während des Radzusammenbaus, als Gegenleistung müssen unsere Radkartons entsorgt werden.

Problemlose Einreise- und Zollkontrolle, Bankomat ist auch gleich in der Abfertigungshalle, bei den ersten Tritten am Flughafenzubringer stellt sich leider heraus, dass Michls Schaltauge verbogen ist - es gelingt mir aber, es so zurückzubiegen, dass er schalten kann und wir nicht auf die metallverarbeitenden Betriebe in Marrakesch hoffen müssen.

Auf dem Seitenstreifen einer vierspurigen Straße geht es Richtung Zentrum - an den Staub und die unvermeidlichen Dieselabgase werden wir uns gewöhnen müssen.

Zum vergrössern klicken. Nach ein paar Kilometern ist die vollständig erhalten gebliebene Stadtmauer erreicht und bei einem Nachmittagskaffee orientieren wir uns mal, um das vorgebuchte Hotel schnellstmöglich zu erreichen. Das gelingt auch recht flott, die Räder werden im Innenhof abgestellt und das komfortable Dreibettzimmer bezogen.

Der Djeema El-Fna, zu Deutsch der Platz der Gehenkten, seinerzeit eine Hinrichtungsstätte, heute die wohl größte Freiluftküche der Welt, ist nur ein paar Schritte von unserem strategisch günstig gelegenen Hotel entfernt und so beginnt bei Kaffee und frisch gepresstem Orangensaft ein sanfter Einstieg in die Welt des Orients.



Wie die Haie auf die Robben warten am jetzt noch spärlich besuchten Platz die Schlangenbeschwörer, Wasserverkäufer, Affen-in-die-Hand-Drücker und Akrobaten auf die wenigen Touristen. Leider stürzt ein vor einem Straßenkaffee turnender Künstler auf dem staubigen Pflaster und blutet aus einer Kopfwunde - er verzieht sich mit seinem Partner jedoch gleich in eine Seitengasse. Ob er wohl genug Geld für eine Spitalsbehandlung eingenommen hat?

Der riesige Platz bietet eine gute Auswahl an preiswerten Freiluft-Lokalen, jeder Stand beschäftigt einen oder mehrere Anwerber.



Nach unserer ersten marokkanischen Mahlzeit schlendern wir noch durch die Gassen und müssen bei unserem Rückweg ganze Horden von Kindern abschütteln, die uns den Weg zeigen und damit natürlich Geld verdienen möchten. In den engen Gassen gibt es so ziemlich alles zu kaufen was Marokko zu bieten hat - in einer der zahlreichen Schlossereien hätte man sicher auch das verbogene Schaltauge bearbeiten lassen können.


In der einfachen Absicht, einen Tee trinken zu wollen, werden wir von einem kleinen Jungen in ein finsteres Hinterzimmer voll mit einheimischen Männern verschleppt und kommen so auch noch in den "Genuss", einem Fußballspiel der spanischen Primera Division bewohnen zu dürfen. Betis Sevilla besiegt Barcelona nach einem 0:2-Rückstand noch mit 3:2. ;-)

Text © by GeroldL - Ergänzungen by TomJ und MichlK
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