05-07-2008 - 06-07-2008
Grieskirchen 2008 24 Stunden Solo
Am 05.07.2008 fand der diesjährige 24H Rundschau Radmarathon in Grieskirchen statt.
Für mich einer meiner Höhepunkte der Saison.
Ziemlich kurzfristig habe ich noch ein Zimmer direkt am Hauptplatz bekommen. Preis-Leistungsmäßig ist der Gasthof Kirchenwirt noch in Ordnung, obwohl den etwas angestaubten Möbeln in doppeltem Sinn etwas Politur gut tun würde - anyway...

Freitag abends angereist, ging ich mit Brigitte und Christian noch ausgiebig dinieren.
Brigitte wollte mit Andrea die 6 Stunden 2er Staffel fahren, doch leider wurde Andrea kurzfristig krank. Daher musste/durfte CW einspringen und man startete in der Mixed-Klasse, die jedoch bei den Herren gewertet wurde. Eine etwas merkwürdige Vorgehensweise.

Nach einer kurzen, unruhigen Nacht und einem etwas dürftigen Frühstück wurden noch die letzten Vorbereitungen getroffen. Unser Fahrerlager lag kurz nach dem Hauptplatz genau an der Strecke.

Die überaus freundlichen und interessierten Anwohner standen uns mit Rat und Tat zur Seite. Überhaupt war die Stimmung - so wie im Vorjahr - wieder ausgezeichnet. Das gute Wetter tat sein übriges, um das Wochenende zu einem rundum gelungen Event werden zu lassen.

Kurz vor dem Start noch mit dem einen oder andern bekannten Gesicht ein wenig geplaudert, und um 1/2 12 gings zur Startaufstellung. Die 6 Stunden Fahrer starteten um 3/4 12. CW nahm die erste Runde in Angriff.

Kurz vor 12 kam dann von vorne - eh klar, warum sollte der sich auch wie das gemeine Volk in die Startaufstellung stellen - der Favorit des Rennens.
Gut, ich weiß schon, dass man darüber diskutieren kann, aber ein Profi, der sich mit Hobetten matcht... - aber ok, soll jeder seine Meinung dazu haben.

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Endlich erfolgte der Start und es ging gleich ordentlich zur Sache. Die ersten Runden wurden mit einem Schnitt von 38km/h gefahren.
Auf der etwa 21 km langen und mit etwa 170 hm gespickten Strecke ein - zumindest für mich - zu hohes Tempo. Also ließ ich mich zurückfallen und ließ es etwas gemütlicher angehen.

Solange die 6 Stunden Fahrer auf der Strecke sind, muss man das als Einzelfahrer ausnutzen. Und so spulte ich die ersten 6 Stunden ziemlich flott ab. Leider verabschiedete sich bereits in der zweiten Runde mein Tacho, sodass ich leider keinerlei Aufzeichnungen habe.
Wie ich später erfuhr, lag ich von Anfang an immer so zwischen Position 6 und 8.

Kurz vor halb neun legte ich meine geplante Essens- und Umbaupause ein. Brigitte brachte mir die für eine Großveranstaltung im übrigen ausgezeichneten Nudeln und Christian kümmerte sich um den Umbau meines Rades. In der Nacht fuhr ich mit dem Nabendynamolaufrad mit der IQ Fly Lampe.

Brigitte und Christian kümmerten sich nicht nur nach, sondern auch schon während Ihres 6 Stunden Rennens um mich. Herzlichen Dank dafür! Ohne euch wäre ich aufgeschmissen gewesen.

Die ersten Runden nach der etwa 20 minütigen Pause gingen etwas mühsam. Ausserdem fand ich keine Mitfahrer und fuhr die meiste Zeit alleine. Um 1/2 12 Uhr überkam mich von der einen Sekunde auf die andere der Sekundenschlaf und ich musste mich für eine halbe Stunde kurz nach Bad Schallerbach in eine Bushaltestelle auf einen Powernap niederlegen.

Danach lief es die ganze Nacht lang subjektiv sehr gut.
Irgendwann in der Dämmerung - CW war schon auf - bat ich ihn, einmal nachschauen zu gehen, wie viele Runden ich denn schon zurückgelegt hatte. Nachdem ich im Vorjahr 30 Runden mit 645km absolviert hatte, war mein kommuniziertes Ziel für heuer einfach mehr zu fahren. Mein eigentliches, für mich selbst behaltenes, Ziel waren 700km.

Die Runde darauf teilte mir CW mit, dass ich 'erst' 24 Runden hatte. Das versetzte mir einen kleinen Tiefschlag, da ich eigentlich rein gefühlsmässig mit mehr gerechnet hatte.

In den Situationen fange ich dann immer zum Rechnen an. Soundsoviel Runden brauche ich noch, um das Ziel zu erreichen... , da müsste ich dann ja das gleiche Tempo weiterfahren, ... und das für noch einmal 7 Stunden ohne Pause ... etc, etc...

Wieder aufs Rad geschwungen - und bald waren diese Gedanken wieder weg und ich fuhr einfach.

Das Thermometer kletterte im Laufe des Vormittags immer weiter und es wurde dann wirklich heiß. In den letzten Runden fand ich dann eine kleine Gruppe von 24 Stunden Einzelfahrern, mit denen ich gut mitfahren konnte.

Schlussendlich erreichte ich um 12:25 Uhr nach 688km mit etwa 5400HM als 7. das Ziel. Obwohl ich mein mir selbst gestecktes Ziel um eine Runde verfehlt habe, bin ich zufrieden mit der Leistung.
Muss ichs eben nächtes Jahr fahren...

Links
- Rundschau-Radmarathon
- Ergebnisliste
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