16-08-2008 - 17-08-2008
1001 Miglia - Anreise / Start
Zum vergrössern klicken.Nach einer ereignislosen Anreise mittels Billigflieger nach Mailand Freitag abend, eines ausgiebigen Abendessens und abschließenden Bieres in Mailands Rolling Stone - Pub, in dem relativ neuen Hotel 'Todi' in San Vittorie Olana, einem Vorort von Mailand, etwa 5 km vom Start/Ziel entfernt eingecheckt.

Das Hotel wurde uns von der 'Associazione Culturale Assesempione' empfohlen. Für Teilnehmer der 1001Miglia gibt es einen Spezialtarif. Der Normaltarif wäre für mich nicht leistbar gewesen...

Nach einer relativ kurzen Nacht dem von den übrigen im Hotel logierenden Randonneurern schon ziemlich leer gegessenen Frühstücksbuffet den Todesstoß verpasst, ging es an den Aufbau unserer Räder, der ziemlich flott vonstatten ging. Es schien, als ob beim Transport keinerlei Schäden aufgetreten wären.
Wir machten uns auf den Weg zum Start. Da im Vorfeld weder Zeitpunkt noch Ort der Registrierung angegeben wurden, wollten wir dies vor Ort klären. Am Start angekommen erwies sich der als menschenleer.
Als nach ein paar Minuten jemand auftauchte und Andreas ihn fragte, wann und wo denn nun die Registrierung erfolgen würde, schüttelte der nur unwissend den Kopf. Er meinte aber, dass die Organisatoren nicht vor dem späten Nachmittag hier auftauchen würden.

Unverrichteter Dinge fuhren wir Richtung Hotel zurück.

Bei der Rückfahrt stellte Andreas fest, dass sein Steuersatz ein wenig zu locker eingestellt war. Nach einem kurzen Check von uns beiden - zugegebenermaßen sind wir, was Fahrradmechanik angeht, keine ausgewiesenen Spezialisten - und nochmaligem Einstellen des Steuersatzspiels schien das Problem gelöst.

Dadurch, dass uns so noch der halbe Tag Zeit blieb, wollten wir ins Zentrum von Mailand, um uns die wichtigsten touristischen Sehenswürdigkeiten anzusehen.
An der Rezeption nach dem Busfahrplan gefragt und Tickets gekauft - die einfache Fahrt nach Mailand kostet 3,5 EURO - und uns in brütender Mittagshitze vis-a-vis des Hotels zur Bushaltestellt gestellt.
Laut Fahrplan sollte alle 20 Minuten ein Bus Richtung Innenstadt fahren. 10 Minuten vergingen. Laut Plan hätte der nächste Bus bereits abfahren sollen - aber was solls, kann sich ja einmal verspäten... Nach weiteren 30 Minuten wurde es uns zu bunt und wir gingen wieder ins Hotel zurück, um unser Geld für die Fahrkarten zurückzuverlangen.
Der Rezeptionist rief daraufhin irgendwo an und erfuhr nach langem hin und her, dass - obwohl es sich um einen 'normalen' Samstag handelt - der Bus heute nach dem Feiertagsplan fährt.
Benvenuto a Italia - kann ich da nur sagen...

Also kamen wir doch noch dazu, unser Pflicht-Sightseeing-Programm zu absolvieren und besuchten den Mailander Dom, die Scala und die bekannte überdachte Einkaufsmeile 'Galleria Vittorio Emmanuele II'.



Zum vergrössern klicken.Zurück im Hotel wollten wir zu Abend essen. Da aber das Restaurant geschlossen hatte, gingen wir ein paar Meter weiter in einen Pizza-Lieferdienst und kauften uns dort zu zweit eine äußerst gut schmeckende Familienpizza - Gerold hätte seine Freude gehabt... - die wir auf dem Eingangsportal einer Vorstadtkirche verzehrten.



Sonntag

Nach dem Frühstück auf der Fahrt zur Registrierung war Andreas Problem mit dem Steuersatz wieder da. Noch einmal zogen wir alles an und waren ratlos, warum sich der Steuersatz immer wieder löste.
Dieser Umstand war für Andreas Stimmung - verständlicherweise - nicht gerade förderlich.
Zum vergrössern klicken. Die Registrierung endlich gefunden, und nach einigem Warten hatten wir endlich unsere Startunterlagen in Händen. Andreas bemühte sich beim Veranstalter um einen Mechaniker, der sich den Steuersatz einmal ansehen sollte.
Da es aber a) Ferienzeit war und b) Sonntag, konnten auch die Veranstalter nicht sofort mit einem Mechaniker dienen, versprachen aber für den Nachmittag jemanden zu organisieren.

Dass Andreas perfektes Italienisch spricht ist ein Glück. Denn hier jemanden zu finden, der in der Lage ist, auf Englisch eine einfache Konversation zu Stande zu bringen, ist ein eher aussichtsloses Unterfangen.

Also zurück ins Hotel.
Andreas ließ das technische Problem aber keine Ruhe, und so demontierten wir die komplette Gabel.
Ein Blick - und des Rätsels Lösung war gefunden. Der Gabelschaft hatte sich von der Aluminiummuffe gelöst und ließ sich frei bewegen. Ein natürlich irreparabler Schaden.

Nach einem weiteren Telefonat mit den Veranstaltern wurde Andreas mitsamt Fahrrad abgeholt und zum Mechaniker transportiert. Ich versuchte unterdessen, noch 1-2 Stunden Schlaf zu bekommen, was mir aber nicht wirklich gelang.
Kurz bevor wir unser Zimmer räumen sollten, kam Andreas zurück. Die Gabel konnte - wie vorherzusehen war - nicht repariert werden. Auch eine Ersatzgabel war in der kurzen Zeit nicht aufzutreiben - warum muss man auch eine 1 Zoll Gabel fahren...

Ein Mitglied des Organisationskomitees bot Andreas jedoch sein Trekkingrad mit Federgabel und Rennlenker an, um überhaupt an diesem Brevet teilnehmen zu können. Andreas nahm das Angebot an und so wurde das Trekkingrad umgebaut. Laufräder, Lichtanlage und Sattel wurden umgebaut.
Der Umstand, dass das Rad so gut und gerne 16kg hat ist nicht zu verleugnen - aber immer noch besser, als nicht zu fahren.

Also die Sachen gepackt und ab zum Start.
Dort war gerade das Briefing in Gange. Die größte Änderung war der Startzeitpunkt. Nicht so wie kommuniziert um 22:00 Uhr für Fahrer, die die 130 Stunden Karenzzeit gewählt hatten, sondern ab 21:00 Uhr in Startblöcken zu 35 Fahrern alle 10 Minuten. Wir wollten im ersten Startblock stehen. Einzig aus der Überlegung heraus, dass, falls uns die erste Gruppe zu schnell sein sollte, man kein Problem hätte, dass von hinten nichts mehr nachkommen würde.
Wie sich ein paar Stunden später herausstellen sollte - ein vollkommen unbegründeter Gedanke...

Nach der letzten im Startgeld von 160 EURO beinhalteten Mahlzeit - es gab Prosciutto/Melone, Pasta und ein Stück so eine Art Linzerschnitte und Wasser - war es Zeit, sich am Start anzustellen.
Angesichts der 'nur' 201 Starter war es kein Problem in die gewünschte erste Startgruppe zu kommen.

Um 21:00 Uhr erfolgte unter dem Applaus von einigen wenigen Zuschauern der Start.
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